A9N – IT stuff that matters (to me)

  • Die Telekom versucht es nicht einmal

    Mein letzter Mobiltelefonkauf bestand aus einer Serie von Ärgernissen. Erst nicht lieferbar, dann auf einmal zu schnell, dann defekt. Das resultierte in ewigen Wartezeiten, beschädigten Gebraucht-Austauschgeräten und letzten Endes in einer gewaltigen Ladung Frust. Der Service war die meiste Zeit wenig hilfreich, die Wartezeiten sowohl im Laden als auch in der Hotline selten unter einer Stunde. Das alles bei einem Premiumanbieter mit gesalzenen Preisen.

    Kein Wunder also, dass ich sofort meinen Vertrag aufkündigte.

    Nun naht das Ende der Vertragslaufzeit und die Zeichen stehen auf Wechsel. Natürlich versucht die Telekom den Kunden (mich) noch einmal davon zu überzeugen doch noch Kunde zu bleiben oder so sollte man meinen. Was dann aber am Telefon besprochen und Angeboten wird ist dann schon fast lächerlich.

    Mein Status: Wenigtelefonierer, keine SMS, Internetnutzer mit ein paar 100mb / Monat
    Angebot: 1xx Freiminuten, xxx SMS, Internet Flatrate

    Die Flatrate hat es allerdings in sich. Nach nur 200MB Traffic reduziert sich die Geschwindigkeit von 7MBit auf lächerliche 64kBit. Natürlich sind 64kBit besser als KEIN Internet, aber niemals ist das Angebot besser als mein jetziger Tarif mit 500MB zu 7,2MBit. Meiner Meinung nach ist es eine Frechheit so etwas Flatrate nennen zu dürfen.

    Für alle die zu jung sind um sich zu erinnern: 64kBit entspricht ISDN Geschwindigkeit mit einem Kanal. Selbst Anfang der 1990er war das Vielen schon zu langsam und so wurde einfach der 2. Kanal mit hinzugenommen um dann mit doppelter Geschwindigkeit leechen zu können. Wer sich nicht vorstellen kann wie scheiße so lahmes Internet ist kann ja einfach mal ein paar Bekannte auf dem Land besuchen und bei denen versuchen zu browsen. Das reicht vielleicht gerade noch zum Abrufen kleiner Emails.

    Zurück zum Thema: also der Anrufer hat nicht nur einen für mich unpassenden Tarif heraus gesucht sondern auch noch einen der schlechter ist als mein bisheriger. Das ist schon frech, aber liegt wohl einfach daran, dass es die Telekom versäumt hat ihre Tarifstruktur an die günstigen Prepaid Anbieter wie Simyo anzupassen.

    Ein Fun Fact ist aber, dass dieser Anruf mich vielleicht bewegt doch noch Kunde zu bleiben, denn offensichtlich ist mein uralter Tarif heute immer noch ungeschlagen. Mal schauen was die Zukunft bringt…

  • PS Vita und Remote Play

    Mit Remote Play ermöglicht Sony den Besitzern einer PS Vita auch PS3 Spiele auf ihrem Handheld zu zocken. Die Spiele werden dabei nicht auf dem Handheld ausgeführt sondern auf der PS3. Lediglich die Bild- und Toninformationen sowie die Steuerbefehle werden zwischen dem Host (PS3) und dem Client (PS Vita) ausgetauscht.

    Das ist eigentlich nichts Neues, es gibt schon zahlreiche ähnliche Produkte. Linux Usern ist X11 vertraut – dieses bietet so etwas schon seit Jahrzehnten. VNC und Teamviewer sind jünger aber auch komfortabler. Von anderen Anbietern wird versucht reine Spiele Streamingdienste (OnLive) zu etablieren.

    Unterschiede gibt es bei der Intention. Während der Host und Client bei X11 nur wenig Leistung für die Darstellung verbrauchen und vor allem die Bedienung im Vordergrund steht, muss der Host bei den Streamingdiensten erheblich mehr arbeiten um die aufwändige Spielegrafik zu berechnen. Der Client muss die Bilder lediglich darstellen und benötigt daher keine besonders leistungsfähige Hardware. Das bedeutet aber, dass Grafik und Sound über das Netzwerk verschickt werden müssen, was auch schnelle Verbindungen schnell an ihre Grenzen stoßen lässt. Beim Spielen gilt das umso mehr, da eine hohe, stabile Bildrate erforderlich ist.

    Das ist dann auch (ein) der Knackpunkt bei dem Remote Play von Sony. Getestet habe ich Bejeweled 2 im Intranet mit theoretischen 300 Mbit/s. Dieses Puzzel Spiel ist grafisch nicht besonders anspruchsvoll, der Bildinhalt bleibt oft über Sekunden unverändert, trotzdem spielt es sich träge und der Sound stockt gelegentlich. Einen Shooter würde man so nicht spielen wollen. Während Remote Play genutzt wird lassen sich keine anderen Programme auf der PS3 starten.

    Ein anderes Problem ist das Fehlen von Inhalten. Von 20 getesteten Spielen, lies sich nur Bejeweled 2 für Remote Play nutzen. Selbst Minis wie Angry Birds lassen sich nicht per Remote Play nutzen. Jeder Titel muss die Unterstützung selbst implementieren. Jeder der gehofft hat, seine PS3 Klassiker mobil zu zocken und auf eine Palette von vorhandenen Spielen zurückgreifen zu können, wird enttäuscht.

    Fazit

    Remote Play ist ein nettes Feature zum Ausprobieren, kann aber vor allem wegen der quasi nicht vorhandenen Unterstützung nicht punkten. Da dieses Feature dem Spielehersteller vor allem Kosten beschert und den einen oder anderen Doppelkauf verhindert, müsste die Initiative von Sony ausgehen. Ohne ein Programm zur Förderung dieses Features, so wie es seinerzeit mit der Sixaxis Steuerung gemacht wurde, wird Remote Play aller Voraussicht nach ein Schattendasein führen. Und wer es mal ausprobiert hat wird diesem Umstand vielleicht nicht einmal hinterher trauern.

  • PSN Fehler NP-2244-2 und 80023102

    Wer derzeit versucht im PSN ein Spiel zu kaufen stößt eventuell auf einen der beiden Fehler. Der Fehler NP-2244-2 wird beim Einkauf mit der PS-Vita angezeigt während 80023102 beim Einkauf mit der PS3 angezeigt wir. Bei mir trat er erst auf nachdem ich den 5EUR Gutschein eingelöst habe, was allerdings nicht zwangsläufig bedeutet dass er damit wirklich zusammen hängt.

    Lösung

    Es gibt Leute, die berichten dass die Neueingabe ihrer Kreditkartendaten den Fehler beseitigt hat. Das kann ich nicht bestätigen. Wer es dennoch probieren möchte kann sie auf der Sony Entertainment Network (SEN) Seite einsehen und ändern.

    Von Sony Mitarbeitern wird im Playstation Forum empfohlen den Support telefonisch zu kontaktieren. Dazu muss man eine 0180 Nummer wählen, die auch nur von Montag – Freitag besetzt ist.

    Wer nicht so lange warten möchte kann sich eine PSN Guthaben Karte online kaufen und sein Guthaben damit aufladen. Getestet habe ich den Einkauf bei MMOGA (für diese Werbung bekomme ich kein Geld!). Der Gutscheincode kam, wie versprochen, innerhalb weniger Minuten per Mail. Damit lässt sich das Konto aufladen und das gewünschte Spiel ohne Fehler kaufen und herunterladen. Übrigens gibt es dort auch ausländische Karten für das US-Zweitkonto.

    [Update]

    Die Fehler deuten auf ein Problem mit der Kreditkarte hin. Dieser kann entweder durch falsche Daten oder aber durch zu häufigen Zugriff entstehen. Im letzteren Fall wird die Karte für 48 Stunden gesperrt. Der Support hat keine Möglichkeit dies zu ändern – den Anruf könnt ihr euch also sparen. Die Lösung lautet also einfach: 48 Stunden lang nicht per Kreditkarte im PSN-Store einkaufen.

  • Backdoor in Unitymedia Routern

    Das Bekanntwerden des Bundestrojaner hat in den Medien hohe Wellen geschlagen. Völlig unbemerkt hat aber der größte Kabelnetzanbieter Unitymedia eine Backdoor in ihren Routern eingebaut.

    Aufgefallen ist mir diese Backdoor durch eine Mail, die Unitymedia an Kunden mit einer AVT Fritzbox 6360 verschickt hat. In dieser Mail wurde darauf hingewiesen, dass es zu Störungen durch ein Firmware-Update am 11. und 12. Januar 2012 kommen könnte.

    In den Einstellungen der Fritzbox ist die Fernwartung deaktiviert. Eine Recherche forderte jedoch folgenden Beitrag zu Tage http://de.wikipedia.org/wiki/TR-069. Dieses Protokoll könnte erklären warum Unitymedia dennoch in der Lage ist das Firmware-Update einzuspielen. Exportiert man die Einstellungen der Fritzbox zeigt sich, dass dies Unterstützung aktiv ist. Das manuelle Ändern und Zurückspielen funktioniert übrigens nicht.

    Diese Hintertür ist definitiv ein großes Sicherheitsrisiko. Durch das Austauschen der Router-Firmware wäre kriminellen oder staatlichen Institutionen möglich eine Spionage Firmware einzuspielen mit der der Zugriff auf das komplette interne Netzwerk möglich ist. Damit könnte insbesondere die kopierten Dateien zwischen Rechner und NAS protokolliert werden oder Angriffe auf, die im Intranet meist weniger geschützten, Geräte vorbereitet werden. Das alles ohne sich mit der Verschlüsselung oder der Firewall herumplagen zu müssen. Zusätzlich noch komplett unbemerkt und von jedem Ort der Welt aus möglich.

    Passend dazu präsentiert sich dann ein externer Portscan. Im Idealfall würden sich keine Ports finden lassen. Aber auch geschlossene (closed) oder gefilterte (filtered) wären ok. Offene Ports sind aber ein Sicherheitsrisiko. Von denen finden sich gleich 2. Der SIP Port und ein unbekannter Port 8089.

    Starting Nmap 5.21 ( http://nmap.org ) at 2012-01-28 16:57 CET
    Nmap scan report for ip-178-203-x-x.unitymediagroup.de (178.203.x.x)
    Host is up (0.063s latency).
    Not shown: 997 filtered ports
    PORT     STATE  SERVICE
    113/tcp  closed auth
    5060/tcp open   sip
    8089/tcp open   unknown

    Nmap done: 1 IP address (1 host up) scanned in 157.14 seconds

    Es zeigt 2 offene Ports. Der SIP Port ist für die Netzinterne VOIP Telefonie. Der 8089 ist nicht dokumentiert. Ein Verbindungsaufbau mit Telnet ist allerdings erfolgreich. Anfragen werden mit einem „HTTP/1.1 400 Bad Request“ abgetan.

    Unitymedia als Internet Service Provider (ISP) verfügt schon über eine gewaltige Menge an Daten über mich. Jede Suchanfrage durchläuft als erstes ihre Server. Als Kunde verlasse ich mich darauf, dass sie diese Daten vertraulich behandeln. Die Hintertür in mein Internes Netzwerk erfüllt mich allerdings dennoch mit Sorge, zu groß könnte die Versuchung sein diese für kriminelle Zwecke zu missbrauchen. Als Kunde ist man diesem Treiben allerdings nicht schutzlos ausgeliefert. Zum einen besteht die Möglichkeit den Vertrag zu Kündigen und sich nach einem anderen ISP umzuschauen und zum Anderen besteht eine pragmatische Möglichkeit darin noch einen weiteren Router hinter der Fritzbox aufzustellen und diesen für das interne Netz zu verwenden. Letzteres könnte allerdins mit dem Woman Acceptance Factor (WAF) kollidieren, wo dann das weniger an Sicherheit vielleicht das kleinere Übel ist ^^.

  • Skyrim: Quest Gegenstände entfernen

    Es kann passieren, dass sich in Skyrim Quest abhängige Gegenstände im Inventar ansammeln, bei denen man nicht mehr weiß wo diese abgegeben werden können. Beispielsweise bei „Großer Stab der Verzauberung“ (engl. Grand Staff of Charming). Manch Sammelauftrag wird ewig dauern und scheint so dauerhaft das Gepäck zu belasten.

    Die gute Nachricht ist: auch wenn bei den Gegenständen ein Gewicht angegeben wird – sie wiegen nichts! Damit ist man sie zwar noch nicht los, aber man kann getrost weiterspielen, der Charakter läuft also nicht Gefahr irgendwann immer überladen zu sein.

    Wer es nicht glaubt kann es einfach ausprobieren indem er alle Gegenstände aus dem Inventar entfernt. Das Gewicht des Gepäcks ist dann 0 obwohl sich noch etliche schwere Quest Gegenstände im Inventar befinden.

  • Sony Playstation Firmware 4.0 mit Epilepsie Warnung

    … bei jedem Einschalten. Meiner Ansicht nach ist das nicht ausreichend man sollte dringend davor warnen, dass

    – das Spielen von PS3 Spielen das Sozialleben schädigen kann
    – das Sonys Firmwareupdates und AGB Herzrasen und Bluthochdruck hervorrufen können
    – das heißer Kaffee heiß ist

    Meine Vorschläge für ein optimales Benutzererlebnis:

    Damit die Warnungen möglichst gut Erweiterbar bleiben, sollte jede Warnung einzeln angezeigt werden. Nach dem Lesen der Warnung muss der Leser bestätigen, dass er sie gelesen hat. Außerdem muss er ein Häkchen setzen mit dem er bestätigt, dass er die AGB gelesen hat. Dies ist für die folgenden Warnungen zu wiederholen.

    Generell sind noch viel zu wenige „Möchten Sie wirklich“ Dialoge bei der Playstation Software enthalten. Da sollte unbedingt nachgebessert werden. Beim Laden und Speichern Dialog wurde das Problem bereits erkannt und gelöst. Aber ein Spiel kann immer noch unbeabsichtigt gestartet werden.

    Vielleicht sollte ich mich mal bei Sony als Frontend Entwickler bewerben…

  • A9N nun mit Wiki

    Unter wiki.a9n.de findet ihr nun das neue Wiki. Wer mitmachen möchte kann sich bei mir melden.

  • Unitymedia: DECT Telefone an der Fritzbox 6360 einrichten

    Wer als Unitymedia-Kunde eine Fritzbox 6360 einrichten möchte wird schnell feststellen, dass dabei einige Stolperfallen lauern. Da Unitymedia leider nur unzureichende Dokumentation bereitstellt, möchte ich hier berichten, wie man diese Fallen entschärft. Dieser Beitrag richtet sich an den erfahrenen PC User, der in der Lage ist sein Netzwerk selbstständig aufzusetzen.

    Vorteile der Fritzbox 6360 gegenüber der Standardinstallation

    Wer auf die Telefon Plus Option verzichtet, bekommt anstelle der Fritzbox eine Kabelmodem mit externen Netzteil und einen Router mit externen Netzteil. Beide müssen miteinander über Ethernet verbunden werden. Wird ein (schnurloses) Telefon benötigt kommt noch ein TAE Adapter, der Anschluss des Telefons oder der Basisstation an das Modem und eventuell eine weiteres Netzteil dazu. Das ganze verbindet sich dann zu einem chaotischen Haufen Gerümpel. Da der Anschluss eingemessen wurde, kann man auch nicht einfach mit den Geräten in eine dunkle Ecke umziehen.

    Der Vorteil der Fritzbox ist, dass nur noch ein Gerät benötigt wird, und die Kabel größtenteils entfallen. Die Fritzbox beinhaltet bereits das Kabelmodem und den Router, DECT Telefonen dient sie als Basisstation. D.h. die alte Basisstation kann ausgemustert oder als Ladestation benutzt werden. Vor allem muss sie aber nicht mehr in der Nähe des Telefonanschlusses stehen. Vom ehemaligen Haufen bleibt lediglich ein Gerät zurück.

    Vorbereitungen

    Das Plus Paket ist bestellt, die Fritzbox ist nach nur 4 Tagen eingetroffen. Wer nun versucht die Fritzbox in Betrieb zu nehmen wird (u.U.) feststellen, dass trotz des richtigen Setups weder Internet noch Telefonie funktioniert. Das kann daran liegen, dass die Fritzbox noch nicht freigeschaltet ist. In einem der Schreiben findet sich das Umschaltdatum ab dem die Fritzbox betrieben werden kann. Nach einem Anruf bei Unitymedia konnte die Umschaltung allerdings sofort erfolgen (am späten Freitag Abend).

    DECT Telefon einrichten

    Die Fritzbox läuft, sie sind bereits mit dem Internet verbunden. Es fehlt lediglich das Setup des Telefons. Benutzer eines schnurgebundenen Telefons, dass direkt an der Fritzbox eingesteckt wird (das gilt auch wenn die Basisstation des DECT Telefons direkt angeschlossen wird) können hier aufhören zu lesen. Bei ihnen wird aller Voraussicht nach alles bestens funktionieren. Alle Benutzer die ein DECT Telefon direkt mit der Fritzbox koppeln möchten lesen bitte weiter.

    Schritt 1: Nummer einrichten

    Als erstes muss zumindest eine der 3 Telefonnummern in der Fritzbox unter Telefonie/Internettelefonie/Internetrufnummer eingetragen werden. Dazu muss auf Neue Internet Rufnummer geklickt werden. Anschließend muss als Anbieter Unitymedia ausgewählt werden und die Benutzerdaten eingetragen werden (befinden sich in einem der Unitymedia Briefe). Bei der Rufnummer muss darauf geachtet werden, dass sie komplett mit Vorwahl und führender 0 eingetragen wird. BSP: Vorwahl 0123, Rufnummer 45678 – also 012345678.
    Hier lauert allerdings auch die gemeinste Falle: die Daten für den Registrar sind unvollständig! Die korrekten Daten können im Kundenbereich der Unitymedia Homepage eingesehen werden (daher ist es auch so wichtig, dass das Internet bereits funktioniert).

    Schritt2: Telefon einrichten

    Zuletzt muss noch das Telefon an der Fritzbox angemeldet werden. Der Assistenten zum einrichten kann unter Telefonie/Telefoniegeräte mit einem Knopfdruck auf Neues Gerät einrichten aufgerufen werden. Der Ablauf ist dann selbsterklärend. Es muss lediglich darauf geachtet werden, dass dem Telefon auch die vorher eingerichtete Rufnummer zugewiesen wird.

    Troubleshooting: Fehler 403

    Dieser Fehler wird im Log der Fritzbox angezeigt, wenn versucht wird eine Nummer mit falschen Daten zu registrieren. Die Daten bestehen aus Benutzername, Passwort und Adresse zur Gegenstelle. Die korrekten Daten können auf der Homepage von Unitymedia im Kundenbereich abgerufen werden.

  • Warum 1Password sein Geld nicht wert ist.

    Auf der Suche nach einem geeigneten Password Manager bin ich über 1Password gestolpert. Mit über einer Million Benutzer (laut Hersteller) scheint diese Software auch recht populär zu sein. Technisch gesehen ist ein Password Manager nicht viel mehr als ein besserer Textedit mit automatischer Ver- und Entschlüsselung. In der Praxis bieten sie aber meist noch zusätzliche Funktionen wie das automatische Eintragen des Benutzernamens und Passwort im Browser, eine Routine zur Passworterzeugung und eine hübsche Bedienungsoberfläche.

    Mit ca 50 EUR für eine Computer / Handy Kombination liegt 1Password schon im Preisbereich für exklusive Software. Wer noch andere Systeme sein eigen nennt und dafür ebenfalls die Software nutzen will kann den Preis auch verdoppeln. Dafür sollte man schon einiges erwarten dürfen.

    Meine erste Frage, die ich mir stellte, ist welche Verschlüsselung denn verwendet wird. Die Informationen dazu sind „erstaunlicherweise“ recht vage und konkrete Daten finden sich nur nach langwieriger Suche. Natürlich hat das einen Grund: verwendet wird lediglich AES-128 und nicht die stärkeren Versionen AES-192 oder AES-256. Da der Firmensitz in Kanada liegt und mir bisher keine Exportbeschränkungen hinsichtlich der Schlüssellänge aus Kanada bekannt sind (es kann sie trotzdem geben), kann über den Grund dazu nur gemutmaßt werden.

    Das Feature, dass ich aber am meisten misse, ist die Synchronisation der Passwort Datenbank mit dem Computer. Diese wird bei 1Password nur umständlich über das Netzwerk mit Hilfe von Dropbox realisiert und ist daher alles andere als komfortabel. Wirklich testen konnte ich das allerdings nicht, da es keine Testversion der App gibt – daher musste ich mich auf die Angaben aus der Werbung verlassen.

    KeePass – die Alternative

    KeePass ist ein OpenSource Programm wird für nahezu alle wichtigen (und unwichtigen) Systeme entwickelt, ist zuverlässig und kostet meist nichts oder nicht viel. Empfehlen kann ich die Kombination KeePassX (OS-X) und MiniKeePass (iOS). Besonders gefallen hat mir, dass man die Daten sowohl über iTunes als auch Dropbox synchronisieren kann. Die mobile Variante ist gut auf das Einsatzgebiet angepasst und bietet sinnvolle Optionen zum Schutz der Datenbank an.

    128 Bit vs 256 Bit

    Ein Artikel im Auftrag von Seagate (128-Bit Versus 256-Bit AES Encryption) soll aufgezeigt werden warum eine 128 Bit Verschlüsselung ausreichend oder unter umständen sogar besser als eine Verschlüsselung mit einem längeren Schlüssel ist. Nach der Lektüre bin ich zwar überzeugt, dass 128 Bit durchaus seine Berechtigung hat, dennoch gehe ich davon aus, dass eine Verschlüsselung unter gleichen Bedingungen von einem längeren Schlüssel profitiert.

  • HDMI-BrillianceMeasurementToolkit

    Das HDMI-Brilliance Measurement Toolkit ist eine Erfindung von mir und wird von mir in einer Rezension verwendet. Mit dem HDMI-BrillianceMeasurementToolkit lassen sich Signalverluste von HDMI Kabeln bestimmen. Und ich hoffe, dass vielleicht der eine oder andere mal danach googelt und dann auf diesen Beitrag stößt und dann herausfindet, dass das ganze erstunken und erlogen ist…

    [UPDATE]

    Die original Rezension hat es sogar in die Computer Bild geschafft: Beitrag in der Computer Bild