Southpark Regiosperre umgehen

Die Entscheidung alle Southpark Seasons online verfügbar zu machen zeugt von großem Pioniergeist und ausgesprochen gutem Verständnis der aktuellen Generation. Davor ziehe ich meine Hut. Leider wurde diese Idee nicht bis zu Ende durchgehalten und so sehen sich deutsche Southpark Fans mit einer Regio-Sperre konfrontiert, durch die der Zugriff auf die southparkstudios.com verhindert wird (werden soll).

Deutsche Fans müssen sich mit southpark.de zufrieden geben. Dort findet man zwar die meisten Seasons und Episoden aber eben nicht alle. Übrigens kann man auch dort die Folgen in englischer Sprache gucken. Einstellen lässt sich das mit einem Klick auf das Mund Symbol, dass sich gut versteckt bei den Social-Media Symbolen befindet.

Wer nicht warten möchte, oder auf eine, in Deutschland nicht verfügbare Episode, zugreifen möchte, muss dennoch nicht leer ausgehen.

Zum Einen kann die Sperre durch die Nutzung eines, in der USA ansässigen, Proxys umgangen werden, zum Anderen kann die Sperre ausgetrickst werden.

Regio Sperre überlisten

Für Firefox und Chrome gibt es Add-Ons, mit denen sich die HTTP Header verbiegen lassen. Für Firefox heißt die Erweiterung Modify Headers und für Chrome empfehle ich ModHeaders.  Konfiguriert wird das ganze über einen kompakten Dialog in dem dann folgende Werte (als IP kann jede erdenkliche USA-IP eingetragen werden).

Konfiguration der ModHeader Regel

Ab jetzt kann auf den gesamten Inhalt der Seite ungehindert zugegriffen werden.

Hier noch mal kurz die Einträge zum Cut-Copy-Pasten:

  • X-Forwarded-For
  • 12.13.14.15
  • SPStudios

Diktieren mit MacOS Mountain Lion

Über das neue MacOS und das Retina Mac book wurde viel berichtet. Einer Funktion hat man aber nicht die nötige Beachtung geschenkt. Das neue MacOS kommt mit einer Diktierefunktion. Diese muss in der Systemsteuerung eingeschaltet werden und kann dann mit einem doppelten Druck von FM (Fn) ausgelöst werden.

Mit dieser Funktion lassen sich Notizen, Jazz (Chats), E-Mail und anderen Text Felder Mit der eigenen Sprache befüllen. Das funktioniert überraschend gut, führt aber auch gelegentlich zu Fehlern, wie man an diesen Text gut sehen kann. Der komplette Block  (Blog) Artikel wurde diktiert. Grobe Fehler habe ich in kursiver Schrift berichtigt

Einen faden Beigeschmack hat die Funktion dennoch, da die Daten zur Auswertung an Apple gesendet werden müssen. Die Auswertung der Spracheingabe geht aber schnell vonstatten und dauert nur Sekundenbruchteile.

Das Diktieren ist gewöhnungsbedürftig und vielen Leuten wird es einfacher fallen den Text mit der Tastatur einzugeben. Allerdings ist die Qualität doch sehr beeindruckend.

Willkommen bei der Neueröffnung von A9N

Im Gegensatz zu dem IT Dogma „Never change a running System“ lautet mein Motto „Öfter mal was Neues“. Daher läuft mein Blog nun mit WordPress anstatt Serendipity.

Die meisten alten Beiträge werden hier weiterhin zu finden sein. Allerdings werde ich sie gegebenenfalls aktualisieren. Beiträge die keine Relevanz mehr haben werden hier nicht mehr zu finden sein.

Pimp my music – mit iTunes Match

Meine Musiksammlung habe ich mir über viele Jahre mühsam aufgebaut. Mittlerweile ist sie auf eine beachtliche Größe von über 30GB (5100 Lieder) herangewachsen. Im Vergleich zu Freunden und Bekannten dürfte das schon eher eine konservative Größe sein.

Das sie über viele Jahre gewachsen ist merkt man ihr schnell an. Die Qualität (kBit/s) schwankt zwischen „man kann erkennen was es sein soll – 64kBit/s“ und „besser zu viel als zu wenig – 320 kBit/s“. Geschuldet ist der Umstand der kleinen Speichergröße ehemaliger MP3 Player und natürlich Unerfahrenheit (128 kBit/s sind genug). Dazu kommen noch ein paar Lieder, bei denen die Aufnahme nicht sauber geklappt hat und die mich bei jeder Wiedergabe mit Aussetzern strafen.

Der große Speicherverbrauch stellt außerdem mobile Endgeräte vor Probleme. Zwar wird der Flash Speicher langsam erschwinglich und es sind auch schon etliche Geräte mit 64GB Speicherkapazität vorhanden, wer aber beim Kauf nicht sorgfältig geplant hat, steht im Regen.

Der Ausweg

Apple bietet mit iTunes Match einen Ausweg an. Die eigene Musiksammlung wird in die Cloud übertragen und kann dann mit den eigenen Geräten von dort abgerufen werden. Eine Internetverbindung vorausgesetzt, kann man die eigenen Lieder von überall aus abrufen.

Ein Trick

Um Speicherplatz zu sparen bedient sich Apple eines Tricks: da viele Leute die gleichen Lieder hören, wird nicht von jedem Benutzer das individuelle Lied in der Cloud gespeichert sondern lediglich auf eine vorhandenes Lied verwiesen. Der Benutzer merkt davon in der Regel nichts. Lieder die noch nicht in der iTunes Cloud vorhanden sind werden für jeden Benutzer individuell gespeichert.

Das Besondere: alle Lieder, die bereits in der Cloud enthalten sind, sind dort als AAC mit 256 kBit/s hinterlegt. AAC steht in dem Ruf dem MP3 Format überlegen zu sein. Bei 256 kBit/s traue ich mir allerdings nicht zu den Unterschied herauszuhören.
Löscht man also diese Lieder aus seiner eigenen iTunes Bibliothek und lädt sie dann wieder aus der Cloud herunter werden sie lokal als AAC mit 256 kBit/s gespeichert. Das funktioniert völlig unabhängig davon ob sie bereits gekauft wurden oder von einer CD aufgenommen wurden. Ein netter Nebeneffekt ist, dass gekaufte aber verloren gegangene Lieder erneute heruntergeladen werden können.
Lieder die iTunes Match nicht erkennt können zwar wie die anderen auch aus der Cloud geladen werden, die Qualität wird dann allerdings nicht verändert.

Von meinen 5100 Lieder wurden 3700 erkannt. Die restlichen 1400 wurden von mir übernommen. Je individueller der Musikgeschmack je schlechter wird der Nutzen ausfallen.

Wirklich kein DRM?

AAC hat den faden Beigeschmack mit DRM zersetzt zu sein und das nicht ohne Grund, wurde es doch in den Anfängen des Online-Musik-Vertriebs ausschließlich mit DRM angeboten. Daher habe ich 2 verschiedene Lieder auf DRM getestet. Beim ersten handelte es sich um ein bei iTunes gekauftes Lied. Beim 2. Lied handelt es sich um ein, von CD, aufgenommenes Lied. Beide konnten einwanfrei mit Totem unter Ubuntu 12.04 abgespielt werden.

Abonnement

Der Cloud dienst mit iTunes Match wird nur als Abonnement angeboten. Für das erste und jedes weiter Jahr werden 24,99 EUR fällig. Allerdings lässt sich das Abonnement unkompliziert über die Account Verwaltung von iTunes verwalten. Die automatische Verlängerung kann dort deaktiviert werden. Wer nur seine Bibliothek aktualisieren möchte, könnte das Abo theoretisch auch schon nach dem Abgleich kündigen. Nach Ablauf des Abonnements werden die Daten aus der Cloud (nicht vom Computer) entfernt.

Paranoia

Wer iTunes Match nutzt, überträgt seine gesammelten Musikdaten, verknüpft mit seinen eigenen Kontodaten an ein US Unternehmen. Dabei ist eine gesunde Paranoia durchaus angebracht. Verfahren gegen Filesharer mit oft bizarr hohen Schadenersatzforderungen sind in den USA üblich. Und tatsächlich wird in den AGB des iTunes Store extra darauf hingewiesen, dass:

Sie erklären sich hiermit einverstanden, iTunes Match nur für rechtmäßig erworbene Inhalte zu gebrauchen. Jeglicher Gebrauch für unrechtmäßige Inhalte verletzt die Rechte anderer und kann Sie zivilrechtlichen und strafrechtlichen Strafen aussetzen, einschließlich möglichen Schadensersatzansprüchen bei Urheberrechtsverletzungen.

Das könnte bedeuten, dass bei dem nächsten USA Besuch zur Begrüßung die Handschellen klicken.
Wer über einen außergewöhnlich USA kritischen Musikgeschmack verfügt sollte sich auch vorher über die mögliche Konsequenzen im Klaren sein: in der Vergangenheit wurde einer Person die Einreise in die USA verweigert weil sie bestimmte Artikel bei Amazon gekauft hat. Das ließe sich sicherlich auch auf die Musiksammlung übertragen.

Wermutstropfen

Vor dem Upgrade der eigenen Sammlung sollte man bedenken, dass die Größe der Sammlung ansteigt. Bei mir von 30GB auf 42GB. Das ist definitiv zu groß für mein Mobiltelefon. Da hilft nur neukaufen oder aussortieren.
Bei meinen Versuchen mit der Mobilen Nutzung kam keine Freude auf. Auch wenn das Laden eines Liedes nur wenige Sekunden dauert, ist mir die Wartezeit dennoch zu lang. Auf das Synchronisieren der Sammlung werde ich nicht verzichten. Schön ist es allerdings, dass man auf die zu Hause gelassenen Lieder dennoch zugreifen kann.
Das Herunterladen der 42GB dauert übrigens nur 8 Stunden. Mit konstant über 11MBit/s ist das schon passabel. Denkbar ist, dass mit einer besseren Leitung noch wesentlich mehr drin gewesen wäre.

Wie wirds gemacht?

In einem anderen Blog Artikel wird Schritt für Schritt beschrieben wie man die eigene Musik Bibliothek mit iTunes Match aktualisiert.
Upgraded eure Songs mit einem Rutsch zu iTunes Match

Congstar und die Postident Tragödie

Da die Telekom es versäumt hat mich als Kunden bei der Stange zu halten, habe ich mich entschlossen zu ihrer Tochter zu wechseln.

Congstar machte mir den Wechsel leicht. Mit guten Tarifen und einem guten Netz war ich schnell überzeugt. Die Website lässt sich gut bedienen und die Bestellung war schnell erledigt. Bis zum Tag der SIM-Karten Zustellung schien Congstar in allem zu brillieren, in dem die Telekom versagt.

Für die Zustellung nutzt Congstar allerdings Postident. Das bedeutet, dass die angegebene Anschrift exakt mit der auf dem Personalausweis übereinstimmen muss.

Man muss bei der Bestellung schon sehr genau hinschauen um den Hinweis nicht zu überlesen. Wenn man ihn doch überliest, dann kann man aus erster Hand erfahren, worin Congstar nicht brilliert: der Support.

Beiträge aus dem Support Forum machen wenig Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang. Wer einen guten Tip für einen Mobilfunkanbieter mit guten Datentarifen hat, kann gerne einen Kommentar abgeben.

[Update]: Es ist nun eine Woche vergangen und es gab, bis auf 2 automatisch generierte „vertröste“ Mails, noch kein Reaktion von Congstar.

[Update 2]: Nachdem ich Congstar erneut angeschrieben habe ging alles ganz schnell, am nächsten Morgen hatte ich die Ersatz SIM Karte im Briefkasten. Es sieht also so aus, als ob Congstar meine erste Anfrage tatsächlich gelesen und bearbeitet hat und meine zweite Anfrage überflüssig war. Damit ging das ganze doch erfreulich schnell und unkompliziert über die Bühne. Darüber freue ich mich natürlich sehr und das gibt mir das Gefühl, den richtigen Anbieter ausgesucht zu haben.

PS3 Controller an Macbook mit VMware Fusion nutzen

Kürzlich entdeckte ich bei Steam Mafia für einen erschwinglichen Preis. Zurzeit verfüge ich aber über keinen Windows Rechner, also habe ich mal getestet ob mein MacBook über ausreichend Leistung verfügt um das Spiel in einer VM auszuführen.

Für die VM nutze ich VMware Fusion 5 mit 3D Unterstützung. Als Betriebssystem nutze ich Windows XP Professional mit SP3. Das Spiel läuft bei hohen Details und Sichtweite in einer Auflösung von 1440×900 nahezu ruckelfrei. Das schafft das MacBook übrigens ohne die Lüfter hörbar zuzuschalten.

Gestört hat mich allerdings die miese Fahrzeugsteuerung über Tastatur. Daher habe ich mir ein PS3 Controller inkl. Ladekabel zugelegt. Das Joypad lässt sich mit Mac OS über Bluetooth pairen, das ist zwar schön, interessiert mich aber momentan nicht weiter, denn das Ziel ist die Nutzung in der VM.

In der VM funktioniert das Pairen leider nicht. Daher muss der Controller mit dem Ladekabel direkt an USB angeschlossen werden. Windows 7 erkennt den Controller dann sogar richtig, er lässt sich aber dennoch nicht ohne eine zusätzliche Treiberinstallation nutzen. Windows XP ignoriert den Controller.

Die Lösung ist ein Treiber mit dem namen MotionJoy. Der Treiber wirkt wenig vertrauenserweckend und funktioniert auch nicht ohne weiteres, daher empfiehlt es sich ein Snapshot zu erstellen. Unter Windows XP muss das .NET Framework 3.5 (nicht 1, 2, 3, oder 4 (die 5 scheidet völlig aus)) installiert sein oder werden. Das Programm sollte sich dann zumindest starten lassen.

Die Konfiguration ist alles andere als intuitiv, im wesentlichen ist es aber nur wichtig die Treiber zu installieren und das PS3 Setup zu aktivieren. Unterlässt man das eine oder andere wird der Controller entweder nicht erkannt oder die Analogsticks lassen sich nicht nutzen. Die Funktion lässt sich über die Gamecontroller Systemsteuerung testen (diese lässt sich aus dem Programm aufrufen). Wenn es dennoch nicht klappt sollte das USB Kabel einmal abgezogen und wieder angesteckt werden. Dabei ist darauf zu achten, das der Controller der VM zugewiesen wird und nicht etwa dem Mac OS. Der Dialog dazu wird automatisch beim Einstecken des Kabels angezeigt.

Sicher gibt es noch zahlreiche andere Fallstricke und eventuell müssen für andere VMs andere Einstellungen vorgenommen werden. Der wichtige Punkt ist aber, dass der PS3 Controller sich in einer Windows VM auf einem Mac nutzen lässt. Mafia lässt sich damit jedenfalls wesentlich besser spielen und damit ist mein Ziel erreicht.

Flex Time Monitor 1.2.0.24 veröffentlicht

Flex Time Monitor ist eine kleines Tool, dass den Start und das Herunterfahren des PCs protokolliert. Für Rechnerarbeitsplätze lässt sich damit schnell und leicht eine Übersicht über die eigene Arbeitszeit protokollieren. Diese ist unabhängig von vorhandenen Zeiterfassungen und kann damit zur Kontrolle benutzt werden. Die protokollierten Daten lassen sich mit einem Klick auf das Systray Icon anzeigen. Werden mehrere Einträge ausgewählt, werden automatisch Sollarbeitszeit und tatsächliche Arbeitszeit der Einträge ermittelt.

Wie immer gibt es unter Flex Time Monitor bei Google Code eine neue Version des Flex Time Monitors zu laden. Diesmal sind ein paar Schönheitsfehler behoben worden und auch ein paar kleine Bugs.

Die Telekom versucht es nicht einmal

Mein letzter Mobiltelefonkauf bestand aus einer Serie von Ärgernissen. Erst nicht lieferbar, dann auf einmal zu schnell, dann defekt. Das resultierte in ewigen Wartezeiten, beschädigten Gebraucht-Austauschgeräten und letzten Endes in einer gewaltigen Ladung Frust. Der Service war die meiste Zeit wenig hilfreich, die Wartezeiten sowohl im Laden als auch in der Hotline selten unter einer Stunde. Das alles bei einem Premiumanbieter mit gesalzenen Preisen.

Kein Wunder also, dass ich sofort meinen Vertrag aufkündigte.

Nun naht das Ende der Vertragslaufzeit und die Zeichen stehen auf Wechsel. Natürlich versucht die Telekom den Kunden (mich) noch einmal davon zu überzeugen doch noch Kunde zu bleiben oder so sollte man meinen. Was dann aber am Telefon besprochen und Angeboten wird ist dann schon fast lächerlich.

Mein Status: Wenigtelefonierer, keine SMS, Internetnutzer mit ein paar 100mb / Monat
Angebot: 1xx Freiminuten, xxx SMS, Internet Flatrate

Die Flatrate hat es allerdings in sich. Nach nur 200MB Traffic reduziert sich die Geschwindigkeit von 7MBit auf lächerliche 64kBit. Natürlich sind 64kBit besser als KEIN Internet, aber niemals ist das Angebot besser als mein jetziger Tarif mit 500MB zu 7,2MBit. Meiner Meinung nach ist es eine Frechheit so etwas Flatrate nennen zu dürfen.

Für alle die zu jung sind um sich zu erinnern: 64kBit entspricht ISDN Geschwindigkeit mit einem Kanal. Selbst Anfang der 1990er war das Vielen schon zu langsam und so wurde einfach der 2. Kanal mit hinzugenommen um dann mit doppelter Geschwindigkeit leechen zu können. Wer sich nicht vorstellen kann wie scheiße so lahmes Internet ist kann ja einfach mal ein paar Bekannte auf dem Land besuchen und bei denen versuchen zu browsen. Das reicht vielleicht gerade noch zum Abrufen kleiner Emails.

Zurück zum Thema: also der Anrufer hat nicht nur einen für mich unpassenden Tarif heraus gesucht sondern auch noch einen der schlechter ist als mein bisheriger. Das ist schon frech, aber liegt wohl einfach daran, dass es die Telekom versäumt hat ihre Tarifstruktur an die günstigen Prepaid Anbieter wie Simyo anzupassen.

Ein Fun Fact ist aber, dass dieser Anruf mich vielleicht bewegt doch noch Kunde zu bleiben, denn offensichtlich ist mein uralter Tarif heute immer noch ungeschlagen. Mal schauen was die Zukunft bringt…

PS Vita und Remote Play

Mit Remote Play ermöglicht Sony den Besitzern einer PS Vita auch PS3 Spiele auf ihrem Handheld zu zocken. Die Spiele werden dabei nicht auf dem Handheld ausgeführt sondern auf der PS3. Lediglich die Bild- und Toninformationen sowie die Steuerbefehle werden zwischen dem Host (PS3) und dem Client (PS Vita) ausgetauscht.

Das ist eigentlich nichts Neues, es gibt schon zahlreiche ähnliche Produkte. Linux Usern ist X11 vertraut – dieses bietet so etwas schon seit Jahrzehnten. VNC und Teamviewer sind jünger aber auch komfortabler. Von anderen Anbietern wird versucht reine Spiele Streamingdienste (OnLive) zu etablieren.

Unterschiede gibt es bei der Intention. Während der Host und Client bei X11 nur wenig Leistung für die Darstellung verbrauchen und vor allem die Bedienung im Vordergrund steht, muss der Host bei den Streamingdiensten erheblich mehr arbeiten um die aufwändige Spielegrafik zu berechnen. Der Client muss die Bilder lediglich darstellen und benötigt daher keine besonders leistungsfähige Hardware. Das bedeutet aber, dass Grafik und Sound über das Netzwerk verschickt werden müssen, was auch schnelle Verbindungen schnell an ihre Grenzen stoßen lässt. Beim Spielen gilt das umso mehr, da eine hohe, stabile Bildrate erforderlich ist.

Das ist dann auch (ein) der Knackpunkt bei dem Remote Play von Sony. Getestet habe ich Bejeweled 2 im Intranet mit theoretischen 300 Mbit/s. Dieses Puzzel Spiel ist grafisch nicht besonders anspruchsvoll, der Bildinhalt bleibt oft über Sekunden unverändert, trotzdem spielt es sich träge und der Sound stockt gelegentlich. Einen Shooter würde man so nicht spielen wollen. Während Remote Play genutzt wird lassen sich keine anderen Programme auf der PS3 starten.

Ein anderes Problem ist das Fehlen von Inhalten. Von 20 getesteten Spielen, lies sich nur Bejeweled 2 für Remote Play nutzen. Selbst Minis wie Angry Birds lassen sich nicht per Remote Play nutzen. Jeder Titel muss die Unterstützung selbst implementieren. Jeder der gehofft hat, seine PS3 Klassiker mobil zu zocken und auf eine Palette von vorhandenen Spielen zurückgreifen zu können, wird enttäuscht.

Fazit

Remote Play ist ein nettes Feature zum Ausprobieren, kann aber vor allem wegen der quasi nicht vorhandenen Unterstützung nicht punkten. Da dieses Feature dem Spielehersteller vor allem Kosten beschert und den einen oder anderen Doppelkauf verhindert, müsste die Initiative von Sony ausgehen. Ohne ein Programm zur Förderung dieses Features, so wie es seinerzeit mit der Sixaxis Steuerung gemacht wurde, wird Remote Play aller Voraussicht nach ein Schattendasein führen. Und wer es mal ausprobiert hat wird diesem Umstand vielleicht nicht einmal hinterher trauern.

PSN Fehler NP-2244-2 und 80023102

Wer derzeit versucht im PSN ein Spiel zu kaufen stößt eventuell auf einen der beiden Fehler. Der Fehler NP-2244-2 wird beim Einkauf mit der PS-Vita angezeigt während 80023102 beim Einkauf mit der PS3 angezeigt wir. Bei mir trat er erst auf nachdem ich den 5EUR Gutschein eingelöst habe, was allerdings nicht zwangsläufig bedeutet dass er damit wirklich zusammen hängt.

Lösung

Es gibt Leute, die berichten dass die Neueingabe ihrer Kreditkartendaten den Fehler beseitigt hat. Das kann ich nicht bestätigen. Wer es dennoch probieren möchte kann sie auf der Sony Entertainment Network (SEN) Seite einsehen und ändern.

Von Sony Mitarbeitern wird im Playstation Forum empfohlen den Support telefonisch zu kontaktieren. Dazu muss man eine 0180 Nummer wählen, die auch nur von Montag – Freitag besetzt ist.

Wer nicht so lange warten möchte kann sich eine PSN Guthaben Karte online kaufen und sein Guthaben damit aufladen. Getestet habe ich den Einkauf bei MMOGA (für diese Werbung bekomme ich kein Geld!). Der Gutscheincode kam, wie versprochen, innerhalb weniger Minuten per Mail. Damit lässt sich das Konto aufladen und das gewünschte Spiel ohne Fehler kaufen und herunterladen. Übrigens gibt es dort auch ausländische Karten für das US-Zweitkonto.

[Update]

Die Fehler deuten auf ein Problem mit der Kreditkarte hin. Dieser kann entweder durch falsche Daten oder aber durch zu häufigen Zugriff entstehen. Im letzteren Fall wird die Karte für 48 Stunden gesperrt. Der Support hat keine Möglichkeit dies zu ändern – den Anruf könnt ihr euch also sparen. Die Lösung lautet also einfach: 48 Stunden lang nicht per Kreditkarte im PSN-Store einkaufen.